Was ist Squirting?

Nicht nur der Mann kann bei besonders intensivem, erregendem Sex zu einem Höhepunkt kommen und sein Ejakulat verspritzen. Das funktioniert auch bei der Frau. Das sogenannte Squirten war früher eher ein Tabu, gilt heute aber als vollkommen normales „Must-Do“, das von vielen Männern als besonders anturnend empfunden wird.

Was Squirten genau ist, und wie der Mann dafür sorgen kann, dass die Frau beim Sex ein Squirting erlebt, das beschreibt dieser Beitrag.

Was ist Squirting?

Der Begriff Squirting stammt aus dem Englischen und leitet sich von „squirt“ ab. Dieses Wort bedeutet so viel wie „spritzen“ oder „herausspritzen“. Damit Frauen bei sexueller Aktivität squirten, muss der Mann (oder auch die Frau selbst) ihren G-Punkt bzw. ihre G-Zone stimulieren und sich im richtigen Moment entspannen. Eine solche Stimulation sorgt für ein besonders intensives Lusterlebnis. Als Folge der intensiven Erregung aktiviert der weibliche Körper unter anderem seine Skene-Drüsen, die auch als weibliche Prostata bekannt sind (Paraurethraldrüsen).

Von den Skene-Drüsen wird ein wässriges, leicht milchiges Sekret produziert. Dieses Sekret wird beim Squirten über die Harnröhre nach außen gespritzt. Dies geschieht meistens beim Orgasmus. Manchmal kann das Squirting zeitlich versetzt geschehen. Das bedeutet, dass es nicht unbedingt unmittelbar beim sexuellen Höhepunkt stattfindet. Hier gibt es Parallelen zum Samenerguss des Mannes. Auch er kann unabhängig vom Orgasmus stattfinden.

Die Schwierigkeit, zu squirten besteht darin, dass einmal die Skene-Drüsen in unmittelbarer Nähe zu Blase platziert sind. Zweitens nimmt das weibliche Ejakulat denselben Weg wie der Urin – nämlich durch die Harnröhre. Drittens fühlt sich das Squirting ähnlich an wie Wasserlassen. Aus diesen drei Gründen kann das Gehirn beide Vorgänge, also Pinkeln und Squirten, nicht wirklich unterscheiden, weshalb viele Frauen im eigentlich entscheidenden Augenblick nicht „loslassen“ bzw. entspannen, sondern sich zurückhalten.

Zusammensetzung und Funktion des weiblichen Ejakulats

Wie sich das weibliche Ejakulat genau zusammensetzt, ist tatsächlich bis heute nicht bekannt. Die leicht milchige Flüssigkeit scheint, so ergaben es zumindest Untersuchungen einer Gruppe französischer Gynäkologen, eine Mischung aus Urin und einem speziellen glukosehaltigen Zusatzsekret aus den erwähnen Skene-Drüsen zu sein.

Funktional betrachtet hat das weibliche Ejakulat wohl die Aufgabe, die Schleimhäute der Scheide zu befeuchten und so die innere Vagina glitschig zu machen. Dadurch wird das Eindringen des Penis oder verschiedener Sextoys erleichtert.

Durch die Glukose, die im Ejakulat enthalten ist, wird zudem das saure Scheiden-Milieu beseitigt. Dies ist beispielsweise notwendig, um die männlichen Spermien am Leben zu erhalten und mit Fortbewegungsenergie zu versorgen, bis sie ihre Aufgabe erledigt und den Weg bis zur Eizelle gefunden haben.

Squirting Anleitung

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für erfolgreiches Squirten gibt es nicht. Ob eine Frau squirtet, hängt stark davon ab, wie gut sie ihren eigenen Körper kennt und welche Qualitäten ihr Partner (oder auch sie selbst) in Sachen G-Punkt-Stimulation besitzt. Außerdem spielt eine wesentliche Rolle, ob die Frau überhaupt Skene-Drüsen besitzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass nur etwa zwei Drittel der Frauen über sie verfügen.

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Eine wesentliche Voraussetzung für Squirten besteht auch darin, dass die Frau die Ejakulation nicht als etwas Schlechtes ansieht, sondern sie als einen ganz natürlichen, zu gutem Sex gehörenden Vorgang versteht. Oft ist es das Schamgefühl, das Squirting verhindert. Zudem sollte kein psychischer Druck aufgebaut werden, indem sie mit Nachdruck versucht zu ejakulieren – dies funktioniert in den allerwenigsten Fällen.

Im Grunde braucht es ein Zusammenspiel aus großer Offenheit, der ausdauernden und vor allem einfühlsamen Stimulation durch den Partner sowie der Fähigkeit, sich im entscheidenden Moment vollkommen zu entspannen. Wenn diese drei Faktoren zusammentreffen, ist das Squirten möglich. Es muss aber auch klar sein, dass es nichts mit körperlicher Unzulänglichkeit oder gar einer Erkrankung zu tun hat, wenn das Squirten auch bei häufigem Sex ausbleibt. Dann liegt es vielleicht einfach daran, dass bei der Frau keine Skene-Drüsen existieren.

Fazit

Als Partner sollte man sich nicht darauf versteifen, die Partnerin unbedingt zum Squirten zu bringen – manchmal funktioniert es trotz aller Bemühungen nicht. Letztlich lässt sich dieses Geschehen nicht steuern, und selbst, wenn es der Frau gelingt, sich zu entspannen und sich nicht vom Gefühl, Wasserlassen zu müssen, ablenken lässt, ist es trotz allem nicht sicher, ob sich weibliches Ejakulat zeigt. Vielmehr sollten beide es als zusätzliches Geschenk der Natur betrachten, falls die Frau in der Lage ist, zu squirten.

In Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele Frauen beim Sex keinerlei Höhepunkt erleben, ist schon viel erreicht, wenn es dem Mann durch sein Einfühlungsvermögen und sein Talent in Sachen Stimulation gelingt, ihr zu einem solchen zu verhelfen.

Foto: urban_and via Twenty20

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